P r e S S

© Wolf-Peter Steinheißer

 


Jazzfrühling Herrenberg 29.3.2025

 

Weiterlesen


Frankfurter Rundschau 13.3.2026

Von Stefan Michalzik

 

 

Bei Gee Hye Lee riecht der Jazz entgegen dem viel zitierten Ausspruch von Frank Zappa ganz und gar nicht seltsam. Die aus Seoul stammende, seit langem in der Nähe von Stuttgart ansässige Pianistin gastierte nun auf Einladung der Jazzinitiative in der fast restlos besetzten Frankfurter Romanfabrik. Mit angereist war ihr für das 2025 erschienene, live eingespielte Album „Encounters“ zum Quintett erweitertes Trio.

      

Gee Hye Lee legt es nicht darauf an, den Jazz neu zu erfinden. Mit ihrer jazzhistorisch gesättigten Neo-Hardbop-Affäre tummelt sie sich in einem Koordinatensystem, das in den Fünfzigern von Art Blakey und Horace Silver definiert wurde. Diagnose Epigonentum? Keineswegs. Die Frage nach der Gegenwärtigkeit scheint hinfällig. Hinweggefegt nicht zuletzt von einer verschwenderischen, schillernd verdichteten Verve am Instrument.

      

Lees von beiläufiger Raffinesse geprägtes Spiel strahlt eine beschwingte Leichthändigkeit aus. In gewisser Weise nimmt die 48-Jährige eine Position an der Schwelle zum clubaffinen Jazz der Hipster in jüngerer Zeit ein. Bill Evans, McCoy Tyner, Herbie Hancock, das sind Pianisten, deren Platten sie offenkundig gut studiert hat.

      

Zugleich ist sie eine notorische Rahmensprengerin. Ihre Kompositionen – zwei Standards fanden sich darüber hinaus im Repertoire sowie ein Beitrag von Kuhn – zeichnen sich durch eine enorme Dichte aus.

 

In dem fabelhaften Trio mit dem Bassisten Joel Locher und Sebastian Merk sowie den Gästen Jakob Bänsch an der Trompete und Alexander „Sandi“ Kuhn am Tenorsaxofon ist reichlich Raum für – durchweg herausragende – solistische Exkurse sowie Dialoge. Die Jazzgeschichte versteht Lee nicht als Retro-Reservat, sondern als Ausgangspunkt für eine musikalische Freiheit.

 

 

 

Es strahlt die Trompete

 

Der junge, seit Erscheinen seines Debüts „Opening“ 2023 hochgehandelte Jakob Bänsch ist ein technisch allvermögender Trompeter, der in seinen besten Momenten an den großen Freddie Hubbard erinnert, vom strahlend kraftvollen Ton bis zur gestaltereichen lyrischen Introspektion.

      

Mag der Auftritt mit seinem eigenen Quartett beim Deutschen Jazzfestival vor zwei Jahren zu rund gewesen sein, im Zusammenhang mit Lees Band traten seine über die blanke technische Finesse hinausweisenden Qualitäten weitaus überzeugender zutage.

 


Gee Hye Lee Trio featBänsch & Kuhn

20.11.2025 | Donaukurier | Karl Leitner 

 

Die Dichte an Preisträgern ist außergewöhnlich an diesem Abend im Birdland Jazzclub in Neuburg, die Zusammensetzung der Band ist es ebenfalls und auch die Situation ist es, weil der Bayerische Rundfunk das Konzert für das Birdland Radio Festival mitschneidet, das damit auf die Zielgerade einbiegt. Die aus Seoul, Korea, stammende Ausnahme-Pianistin Gee Hye Lee hat ihr Trio mit Joel Locher am Kontrabass und Mareike Wiening am Schlagzeug mitgebracht und auch noch Alexander Kuhn am Tenorsaxofon und den Shooting Star Jakob Bänsch an der Trompete hinzu gebeten, um mit ihnen zusammen ihr aktuelles Album „Encounters“ vorzustellen.

Der Titel bedeutet – wie auch die ko-reanische Bezeichnung des Stückes „Mannam“ kurz nach der Pause – „Begegnungen“, und zwar solche freundschaftlicher, liebevoller Art, aus denen man Lebensfreude und Kraft gewinnen kann. Um die Schönheit zwischenmenschlicher Verbindungen voll emotionaler Nähe und langjährige Freundschaften geht es an diesem Abend, um positive Intensität und die Schönheit des Augenblicks, die in Musik ihren Ausdruck finden. Deshalb heißt der letzte Titel des regulären Programms auch „For Today“, den Lee nach eigener Auskunft ganz speziell wegen dieses einen Auftritts im Birdland geschrieben habe. „Aber das sage ich jeden Abend“, gibt sie unumwunden zu. Ja, diese Frau ist nicht nur eine exzellente Pianistin, sie hat auch Humor.

Die emotionale Tiefe, auf die es der Bandleaderin ankommt, spiegelt sich in ihren Kompositionen wider. Harmonien, in die man als Zuhörer mit wohligem Gefühl eintauchen kann, stehen lebhaften Melodien und Rhythmen voller Dynamik gegenüber, weite Spannungsbögen korrespondieren mit metrischen Kürzeln. Die Schönheit, die diese Musik ausstrahlt, ist durchaus mit mit Ecken und Kanten versehen, Wohlklang beinhaltet hier durch die Bank auch kompositorische Finesse und ein gewisses Maß an Unvorhersehbarkeit. Lustvolles Schwelgen und konzentriertes Zuhören sind also gleichermaßen gefordert. 

Jedes Stück hat eine eigene Geschichte. „A Journey OfNonsense“ ist die Vertonung einer recht chaotischen Konzertreise durch die Türkei, in „Korea, Here I Come“ kommt die Vorfreude vor dem Besuch in der alten Heimat zum Ausdruck, „A Letter To Her“ ist ein Brief an die Mutter in Notenform und „Seoul My Soul“ sagt vom Titel her schon alles. Wie das Album ist das Konzert ein Aufruf, den Wert der persönlichen Begegnung zu würdigen, die damit verbundene Schönheit des Moments, die innere Verbundenheit, das Positive zu betonen, das es immer noch gibt, auch in Zeiten, in denen es anscheinend immer nur das Negative in die Schlagzeilen schafft. Gee Hye Lee’s Stücke vermitteln diese Haltung, in Töne verwandelt von durch die Bank erstklassigen Musikern, auf beeindruckende Weise. Weil die Kompositionen zwar Schönheit, nie aber Naivität ausstrahlen, in ihrer Konzeption die Realität also nicht negieren, gehen sie auch dermaßen in die Tiefe. Keiner im Auditorium hat es in der Hand, in großem Stil die Welt zu verbessern, aber er kann sich daran erfreuen, wenn in seinem persönlichen Umfeld das Positive überwiegt. Ist das geschafft, ist schon viel erreicht.


 

Schwetzinger Woche 29.10.2025


Schwetzingen Zeitung 27.10.2025


Reutlinger General-Anzeiger am 4.5.2025


Allgäuer Zeitung am 3.5.2025


Böblinger Bote 18.3.2025


Augsburger Allgemeine 21.1.2025


Donau Kurier am 20.1.2025


Stuttgarter Zeitung - Januar 11, 2025


Heidenheimer Zeitung - December 11, 2024


Stuttgarter Zeitung - September 20, 2024


LKZ - September 13, 2024


Yupvoted (UK) - January 1, 2024 - Read more 


Sondakika (Türkiye) - September 27, 2023 - READ MORE


JAZZTHING April/Mai 2023

Gee Hye Lee Trio feat. Song Yi Jeon - Parangsae (meiXmusic)

 

Es ist dieser feine Ton, die Nuance, die den Sound von Gee Hye Lee ausmacht, Vielleicht liegt es daran, dass sie über die klassische Musik in den Jazz eingestiegen ist. 1996 kam die Südkoreanerin nach Deutschland, weil man damals in ihrer Heimat noch nicht Jazz studieren konnte. Sie blieb hier, aber auch ihrer Heimat eng verbunden. Auf ihren neuen Album "Parangsae" wird diese Verbindung nun musikalisch höhrbar. 

"In der traditionellen koreanischen Musik wird wie im Jazz improvisiert", sagt Lee. "Das ist die Gemeinsamkeit".

Unterstützt wird das Trio von der Vokalistin Song Yi Jeon, die den neuinterpretierten koreanischen Volksliedern auf "Parangsae" eine weitere charakterliche Klangfarbe verleiht, Die Musik klingt dann auch wie aus einem Guss und nicht nach erzwungener Symbiose. Schon den Opener "Seoul ma soul" durchströmt diese süße Bitterkeit der Sehnsucht nach Zuhause. Und die muss Gee Hye Lee während der Pandemie offenbar eingeholt haben, denn die Stimmung bleibt auf dem gesamtem Album bis zum sanft gesungenen "A cottage on an Isle" bestehen.

 

Von Dr. Nabil Atassi


Reutlinger General-Anzeiger - March 27, 2023 - READ MORE

 

Sicher in vielen Stilen
Das Cemre Yilmaz Quintett eröffnet im vollen Jazzclub in der Mitte den diesjährigen Jazzfrühling
.........Neben der kräftigen und klaren Stimme der in Stuttgart lebenden Vokalistin fällt besonders ihre Vorliebe für balladeske Swingtitel auf. Je nach Song singt Cemre Yilmaz mal zart schmeichelnd, dann wieder kantig und temperamentvoll zupackend. Dazu liefern Tenorsaxofonist Sandy Kuhn und die zierliche Koreanerin Gee Hye Lee am Flügel nicht nur solide Begleitarbeit ab, sondern überzeugen mit gleichermaßen virtuosen wie musikalischen Improvisationen. In Zusammenarbeit mit dem Kontrabassisten Joel Locher webt Michael Kersting darüber hinaus einen ebenmäßigen Rhythmus-Teppich, auf dem die Solisten immer wieder zur Hochform auflaufen können......
VON JÜRGEN SPIESS 

Stuttgarter Zeitung - Feb 17, 2023


Interview Jazzclub Bamberg - Jan 28, 2023 -  READ MORE


Schwarzwälder Bote - Jan 23, 2023 - Gee Hye Lee Trio feat. Song Yi Jeon - READ MORE


MM Jazz  (Korea) - Dec 27, 2022 - READ MORE


Jazz Reportagen - Dec 2.2022 -  READ MORE


Tagblatt Tübingen - Oct 17, 2022- Gee Hye Lee Trio feat. Song Yi Jeon


Badische Zeitung Mar 22, 2022 - Gee Hye Lee Trio - READ MORE



Holsteinischer Courier Mar 6, 2022 - Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Neumünster Mar 7, 2022 - Gee Hye Lee Trio


Review Concerto Feb/März - Gee Hye Lee Trio "What Matters Most"


Eßlinger Zeitung - Jan 31, 2022- Gee Hye Lee Trio


JAZZ'N'MORE - Jan 2022- Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Jazz Thing - Nov 1, 2021 - Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Pop Talk - Oct 14, 2021 - Gee Hye Lee - LISTEN MORE


Stuttgarter Zeitung - Oct 6, 2021 - Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Jazz Reportagen - Sept 30, 2021 - Gee Hye Lee Trio - READ MORE


NWZ - Aug 21, 2021 - Sextett Visions - READ MORE


Gmünder Tagespost – July 25, 2021 – Gee Hye Lee Quartett – READ MORE


Schwarzwälder Bote – Dec 1, 2019 – As Wes Montgomery Guitar Night to Remember – READ MORE


Nordbayerische Nachrichten – Nov 10, 2019 – Four Women in Jazz – READ MORE


Schwäbische – Sept 23, 2019 – Gee’s Back Beat Jazz – READ MORE


Stuttgarter Nachrichten – July 20, 2018 – JAZZ OPEN – READ MORE


Eßlinger Zeitung – Mar 25, 2018


Eberbach Channel – Mar 17, 2018 – Seba Kaapstad – READ MORE


Südwest Presse – Mar 16, 2018 – Seba Kaapstad – READ MORE


Nürtinger Zeitung – Apr 25, 2017 – Seba Kaapstad – READ MORE 


JAZZ PEOPLE / Nov 2016

Soultrain Online – May 25, 2016 – Seba Kaapstad – READ MORE


Kultur Spiegel - July 2015


Schwäbische Zeitung – Jan 25, 2016 – Gee Hye Lee Trio feat. Tian Long Li – READ MORE


Rondo Magazin – May 25, 2015 – Password: ilovejazz – READ MORE


Reutlinger General-Anzeiger – May 16, 2015 - Geenius Monday – READ MORE


Stuttgarter Nachrichten – May 13, 2015 – 10 Jahre Geenius Monday 


Peiner Allgemeine – Jan 22, 2015 – Joachim Król – READ MORE


Lift Dez/2014


Stuttgarter Zeitung – Nov 29, 2014 – Gee Hye Lee “Mein Wochenende"


Jazzpages – May 24, 2014 – Barbara Bürkle Band – READ MORE


Stuttgarter Zeitung – Apr 8, 2014 – Gee Hye Lee – READ MORE


Nordbayerische Nachrichten – Feb 11, 2014 – Gee Hye Lee Trio


Schwarzwälder Bote - May 25, 2013 - Barbara Bürkle Band – READ MORE


Augsburger Allgemeine – Jan 28, 2013


Neuburger Rundschau - Jan 25, 2013 – Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Rems-Murr Rundschau – Dec 19, 2012 


Schwarzwälder-Bote – Dec 11, 2012 – Gee Hye Lee Trio - READ MORE


Ars Narrandi e.V. – Oct 30, 2012 – Four Seasons of Korea - READ MORE


Kulturkorea Oct. 2012


Jazzpodium Sep. 2012

INTERVIEW MIT GEE HYE LEE

 

Zunächst mal: Herzlichen Glückwunsch zum Landesjazzpreis 2012. Es wäre schön, wenn er dafür sorgen würde, Sie auch außerhalb des Großraums Stuttgart, in dem Sie eine hohe Präsenz haben, noch bekannter zu machen, Haben Sie selbst diese Erwartung?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mit meiner Band häufiger auch außerhalb der Region spielen könnte. Ich habe auch bereits einige Anfragen erhalten. Der Preis ist eine Möglichkeit, etwas bekannter zu werdeb, wie allein schon die vielen Presseartikel zeigen. Aber Erwartungen… ich weiß nicht.

 

Spielt die südkoreanische Kultur in Ihrer Musik eine Rolle?

Weniger. Wenn ich ehrlich bin: eigentliche gar nicht. Leider.

 

Sie wurden klassisch ausgebildet und waren als Kind und jugendliche bereits sehr erfolgreich. Was hat Ihnen der Wechsel zum Jazz gegeben und was haben Sie vielleicht auch dadurch verloren?

Verloren habe ich nichts, glaube ich. Zumindest habe ich deutlich mehr bekommen. Ich habe früher zwar klassisches Klavier gespielt, habe aber die Musik nicht wirklich verstanden als Kind. Ich habe das gerne gespielt, aber es war sehr viel Druck da und deshalb habe ich nie wirklich eine tiefe Freude am Spielen gefunden. Der Jazz war für mich, das klingt jetzt etwas pathetisch, eine Befreiung, weil es die Abkehr von der vermeintlich perfekten Musikwelt war. Ich habe zwar schon sehr früh auch Jazz gehört, aber gar nicht registriert, dass es sich dabei um improvisierte Musik handelt. Der Begriff Spontanität war in meiner musikalischen Welt gar nicht bekannt. Als ich mich dann selbst mit dem Jazz beschäftigt habe, hatte ich plötzlich viel mehr Freude am Spielen.

 

Fiel Ihnen der Schritt schwer?

Ja, sehr schwer. Ich fühle mich zum Beispiel bis heute wohler, wenn ich Noten vor mir habe, obwohl ich die Stücke, die ich spiele, auswendig kann, und obwohl ich auch die klassischen Stücken früher immer auswendig gespielt habe. Aber man lernt natürlich zunächst mit Noten. Als ich dann Jazzklavier-Unterricht hatte, habe ich meinen Lehrer in der Anfangszeit immer gefragt “Und? Was soll ich denn jetzt machen?” Und er sagte: “Improvisieren.” Und ich fragte mich nur: “Ja wie denn?” Wenn ich selbst heute Schüler unterrichte und sie einfach anfangen zu improvisieren, dann finde ich das immer noch großartig, dass sie so mutig sind und einfach drauf los spielen. Ich habe dafür sehr lange gebraucht, auch für andere Dinge wie die speziellen Voicings.

 

Sie formulieren Ihre Töne sehr schön. Es ist eine für den Jazz nicht unbedingt üblich extrem klangliche Differenziertheit hörbar. Ein Erbe der Klassik-Phase?

Absolut. Ja. Obwohl ich damit ganz sicher nicht sagen will, dass Jazzpianisten klassisch ausgebildet sein sollten. Nein. Aber es bietet zumindest mir interessante Möglichkeiten der Ergänzung. Mir hat es vielleicht insofern geholfen, dass ich gerade in der schwierigen Anfangsphasen weniger auf die Technik achten musste und mich drauf konzentrieren konnte, wie ich spontan Ideen entwickeln und umsetzen kann. Aber auch umgekehrt ist es interessant. Wenn ich früher Klassik gehört habe, dann habe ich mir nie Gedanken über das Arrangement gemacht. Es war eben einfach so geschrieben. Wenn ich heute Klassik höre, bin ich gerade von den Arrangements total fasziniert, weil ich sie sozusagen mit Jazzohren höre und die Struktur dadurch plötzlich besser verstehen kann.

 

Es klingt wie ein asiatisches Klischee, aber Sie wirken auf mich sehr bescheiden und ungewöhnlich respektvoll. Denken Sie, dass sich diese Attribute auch in Ihrer Musik wiederfinden?

In meiner Musik? Hm. Gute Frage. Mir wurde in der Tat des Öfteren gesagt, dass ich eine gewisse Bescheidenheit habe, Das ist vielleicht wirklich ein kulturelles Erbe. Aber mir ist es schon wichtig, dass dieser Zug nicht dazu führt, dass meine Musik etwas Schüchternes bekommt.

 

Vielleicht trifft es Demut oder Respekt besser?

Ja, das kann sein. Doch, ich glaube, das passt. Ich merke an mir immer wieder: Wenn ich Musik mache, möchte ich Musik machen, ich möchte nicht irgendwo im Vordergrund stehen und vorführen, was ich kann, Das entspricht mir nicht. Es geht wirklich nur um die Musik.

 

Ihre Musik arbeitet sehr stark mit Stimmungen. Visualisieren Sie Ihre Musik eigentlich beim Spielen?

Nein, eigentlich nicht. Aber ich freue mich, dass Sie das so empfinden. Wirklich. Ich habe eine Vorstellung und ich möchte, dass sie beim Publikum auch möglichst so ankommt. Insbesondere innerhalb der Band passiert vieles einfach dadurch, dass man sich gut kennt und schätzt.

 

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass ihr aktuelles Trio mit Jens Loh und Sebastian Merk ein langlebiges Projekt wird?

Zumindest wünsche ich mir das sehr. Es ist eine Band, die sich nicht nur in der Musik, sondern auch Privat sehr gut versteht. Es ist ein Glück, mit diesen beiden spielen zu können. Ich bin total happy und hoffe, dass sie gerne mit mir weiterarbeiten möchten.

 

Ihr neues, drittes Album “Lights” ist gerade erschienen. Die Stückauswahl ist gerade vor dem Hintergrund dieses Titels sehr interessant. Als Komponist ist neben Ihnen ein blinder Musiker, Stevie Wonder, mit einem Titel vertreten, und einem jung und tragisch Verstorbenen, Esbjörn Svensson, widmen Sie ein Stück.

Im Grunde habe ich mir diese Platte selbst geschenkt. Der Rest erklärt sich ganz einfach: Stevie Wonder ist mein Lieblingssänger und ich verbinde mit dem Stück einige persönliche Erinnerungen. Esbjörn Svenssons Musik habe ich immer bewundert. Ich wollte ihm dieses Stück einfach posthum zum Geschenk machen..

 

Die Platte ist eine interessante Verbindung von melodiösem Modern Jazz und dezent im Hintergrund mitschwingenden Pop-Elementen, die den Kompositionen eine Leichtigkeit verleihen, die aber in keinem Fall zu Lasten der Tiefe geht. Dadurch bekommt man einen sehr leichten Zugang.

Genau so wollte ich es haben. Ich bin glücklich, dass man das hört. Aber es fällt mir schwer, darüber zu reden. Ich finde, es gibt in meiner Musik eigentlich gar nichts, worüber man ausgiebig sprechen kann. Meine Musik und mein Spiel selbst sind eigentlich sehr wenig “theoretisch”. Da gibt es kein vordergründiges Konzept. Ich mag einfach, wenn es schön klingt.

 

Volker Doberstein


Fellbacher Zeitung – Aug 21, 2012


Stuttgarter Zeitung – July 18, 2012 – Gee Hye Lee – READ MORE


Reutlinger General-Anzeiger – July 18, 2012 - Gee Hye Lee – READ MORE


Schwarzwälder Bote – Nov 22, 2010 – Gee Hye Lee Trio – READ MORE


Rondo Magazin – July 10, 2010 – Geenius Monday – READ MORE


Kultur Regional – June 5, 2008


Badische Zeitung - Apr 29, 2008


Schwäbische Zeitung – Apr 29, 2007 - Gee Hye Lee Trio – READ MORE


Interkultur Stuttgart – Apr. 2007


Fellbach – Rems – Murr – Kreis – Mar 28, 2007


Stuttgarter Zeitung – July 5, 2006


Stuttgart Nachrichten – July 5, 2005


Rundschau Lokal – Mar 7, 2005